Musiknachrichten aus Ober-Ramstadt

Heute im Gespräch: die Tanzgruppen des Narrhallavereins und die Batschkappen

Große Serie: Interview mit Ober-Ramstädter Musical-Darstellern

Bericht von Ursula Pullmann

Die Plakate in den Geschäften und an den Ortseingängen verkünden es schon: Die Musical-Aufführungen im Rahmen der 700-Jahr-Feiern Ober-Ramstadts rücken näher. Am Musical wirken neben den Schauspielern auch zahlreiche bekannte Gruppen aus Ober-Ramstadt mit. Zu ihnen gehören die Tanzgruppen des Narrhallavereins und unsere Batschkappen. Auch diese Künstler möchten sich Ihnen vorstellen.

Das Interview mit den Künstlern führte Ursula Pullmann.

Lesen Sie hier das Interview mit den Tanzgruppen des Ober-Ramstädter Narrhallavereins

Ursula Pullmann: Liebe Mitglieder der Tanzgruppe, bitte erzählen Sie doch etwas über Ihr Engagement für Ober-Ramstadt und den Narrhallaverein

Tanzgruppe: WIR sind die Tanzgruppe des Ober-Ramstädter Narrhallavereins (ONV) und bestehen aus drei Showtanz- und zwei Gardetanzgruppen. Insgesamt sind wir über 45 Tänzer/innen im Alter zwischen 11 und 35 Jahren. In unserem Verein wirken wir mit zwei weiteren Gruppen bei den jährlichen Fastnachtssitzungen in der Ober-Ramstädter Stadthalle mit. Trainiert werden die Tanzgruppen für das Musical von Yvonne Bangert und Lena Roth. Die beiden sind echte Owwer-Rämschder, von Kindesbeinen an dem ONV verbunden und bei der Stadt Ober-Ramstadt beschäftigt. Yvonne Bangert in der Verwaltung und Lena Roth in der DAW Kindergrippe „Rüsselbande“

Ursula Pullmann: Warum haben Sie sich entschieden, bei dem Musical mitzumachen?

Tanzgruppe: Zum einen wurden wir vom Bürgermeister angesprochen und gebeten, unsere tänzerischen Ideen und Erfahrungen in das Musical einzubringen. Zum anderen ist es für uns als Ober-Ramstädter KULTur-Verein selbstverständlich, bei solch einer Gelegenheit mitzuwirken und ein Musical über unsere Stadtgeschichte tänzerisch zu beleben. Auf Nachfrage bei den einzelnen Gruppen, ob sie sich denn vorstellen können, bei einem solchen Musical mitzumachen, wurde spontane Zustimmung signalisiert. Als „Freunde des Tanzsports“ sind wir für zusätzliche Auftritte immer zu haben.

Ursula Pullmann: Wie sieht denn die tänzerische Beteiligung konkret aus?

Tanzgruppe: Als Tanzgruppe präsentieren wir jeweils spezielle Charaktertänze, bei dem jede Farbe von uns dargestellt wird.

Ursula Pullmann: Da bedeutet doch bestimmt, zündende Ideen zu haben und intensiv zu trainieren?!

Tanzgruppe: Ja. Zusätzlich neben unseren normalen Trainingsstunden treffen wir uns seit den Sommerferien einmal wöchentlich, um die Tänze einzustudieren. Seit über einem Jahr arbeiten unsere Trainerinnen an der möglichen tänzerischen Umsetzung, Musikauswahl und der Abstimmung auf das Drehbuch.

Ursula Pullmann: Sicher freuen Sie sich schon auf die Aufführungen, mit welchen Gedanken gehen Sie diese denn an?

Tanzgruppe: Wir wünschen uns, dass das Musical den gleichen Anklang findet wie unsere jährlichen drei Fastnachtssitzungen; eine ausverkaufte Stadthalle und dass die Künstler mit viel Applaus belohnt werden. Ach und nebenbei: Bei Interesse an unserem Verein klicken Sie einfach mal auf unsere Internetseite www.narrhallaverein-ober-ramstadt.de

Ursula Pullmann: Das lohnt sich bestimmt, denn die Seite ist sehr gut gestaltet und gibt ein gutes Bild über die hervorragende Arbeit des Vereins. Vielen Dank für das informative Gespräch.


Lesen Sie hier das Interview mit den Batschkappen

Ursula Pullmann: „Die Batschkappe“, die kennt in Ober-Ramstadt nun wirklich jeder, oder? Aber wissen Sie, liebe Leser, eigentlich, wie es zu dieser Gruppe überhaupt gekommen ist? Dann erzählen Sie uns das doch bitte einmal, liebe Batschkappen.

Batschkappe: Eine eigene Gesangsgruppe im Narrhallaverein, das wünschte sich der damalige Vereinsvorsitzende Heini Gunkel vor langer Zeit. Garden, Tanzgruppen, Büttenredner, Männerballett waren im ONV aus vereinseigenen Reihen besetzt, aber Gesang musste immer für viel Geld von außerhalb besorgt werden. Dies war oft nicht so einfach, denn die Gesangsgruppen aus der Umgebung waren schnell ausgebucht oder konnten nur an einem der beiden Sitzungstermine – was dann für den ONV nicht in Frage kam, da man bestrebt war (und immer noch ist) beide Sitzungen gleich zu halten.

Also trafen sich im Jahr 1989 sechs ONV-Mitglieder, die vor ihrer eigenen Stimme keine Angst hatten, und gründeten eine vereinseigene Gesangsgruppe. Eine Gesangsgruppe braucht natürlich einen Namen und somit war die erste Aufgabe der neuen Gruppe, einen geeigneten Namen zu finden. Nach reiflicher Überlegung entschied man sich für den Namen “Batschkappe“. Warum gerade dieser Name?

Früher wurden Ober-Ramstädter auch die “Stecher” genannt. Dies rührt daher, weil es in Ober-Ramstadt oft zu Messerstechereien gekommen sein soll. Und wer ein echter “Owwerämschdter Stecher” war trug auch immer eine Batschkappe auf dem Kopä. Außerdem gibt es da noch das alte Owwerämschder Lied “ In Owweramschd uf de Brig mit de Batschkapp im Knick un de Orewäller halblange Hose ...“ All dies sprach für den Namen “Batschkappe“. Das Lied “ In Owweramscht uf de Brig “ hat sich mittlerweile als unsere Erkennungsmelodie etabliert. Jeder Auftritt – egal wo und zu welchem Anlass beginnt mit diesem Lied.

Unser erster Auftritt war zur Fastnacht 1992. Im Laufe der Jahre hat sich die Zahl der Batschkappen auf acht erhöht und aus den “Tulpen aus Amsterdam” wurden Hits wie Hey Kölle, Viva Colonia, The Wall, Country Road, Live is Live, Albany, Die kleine Kneipe...

Nach nun mehr als 20 Jahren sind wir BATSCHKAPPE über unsere Ortsgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Dass dies so bleibt, dafür sorgt in erster Linie der Leiter der Batschkappe, Fred Kleine. Einen gehörigen Aufschub erfuhren wir Batschkappe im Jahr 2004, als mit Gerd Hempelmann ein neuer musikalischer Leiter hinzugestoßen ist.

Fazit: Wenn man uns lässt, singen wir noch viele Jahre weiter, wenn man uns nicht lässt, singen wir trotzdem.

Ursula Pullmann: Das war ja interessant. Und wieso beteiligen Sie sich jetzt auch bei dem Musical?

Batschkappe: Auf dem musikalischen Frühschoppen 2009 des Stadtorchesters wurden wir von Herr Seidemann angesprochen, ob Interesse bestünde, bei einem Musical im Jubiläumsjahr mitzuwirken. Obwohl die Musicalaufführungen in die intensive Vorbereitungszeit für die Fastnachtskampagne liegen, war es für uns selbstverständlich, auch bei diesem Event mitzuwirken.

Ursula Pullmann: So soll es ja auch sein. Wie bereiten Sie sich denn darauf vor?

Batschkappe: Durch eine Demo CD des Stadtorchesters, die uns Herr Seidemann zu Verfügung stellte, konnten wir ohne Probleme die notwendigen Lieder einstudieren. Einzig das Verschieben der Tonlage war für uns gewöhnungsbedürftig.

Ursula Pullmann: Und welche Wünsche oder Anregungen haben Sie für die Aufführungen?

Batschkappe: Für die Aufführungen wünschen wir uns zwei ausverkaufte Vorstellungen. Was noch zu sagen wäre:

Aus unserer langjährigen Bühnenerfahrung beim Ober-Ramstädter Narrhallaverein wissen wir, wie schwer es ist, von der Bühne aus das Publikum zu begeistern. Eine große Portion Idealismus gehört zu solchen Veranstaltungen dazu, denn das einzige, was die Akteure verdienen, ist letztendlich der Applaus des Publikums.

Ursula Pullmann: Ich bedanke mich herzlich für das aufschlussreiche Gespräch und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg!


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