Kulturnachrichten aus Ober-Ramstadt

1. Ober-Ramstädter Kurzgeschichtenwettbewerb

Die Literatur gibt der Seele Nahrung: Wir berichten von der Siegerehrung der Erwachsenen

Eigener Bericht

„War es nicht die Liebe zur Literatur, die Sie bewogen hat, sich an diesem Geschichten-Wettbewerb zu beteiligen?“ so wandte sich Stadträtin Ursula Pullmann in einem schriftlichen Grußwort an die zahlreichen Gäste im Ratssaal der Hammermühle. Dort trafen sich am Samstag (18.9.2010) die Teilnehmer des 1. Ober-Ramstädter Kurzgeschichten-Wettbewerbs zur Preisverleihung in der Kategorie „Erwachsene“.

Im Rahmen der 700-Jahr-Feier Ober-Ramstadts hatte die Schreibwerkstatt in der Petri-Villa einen Kurzgeschichten-Wettbewerb zum Thema „Ein großes Fest“ ausgeschrieben, zusammen mit der Volksbank Modau und der Stadt Ober-Ramstadt. Der Wettbewerb richtete sich an Autoren aus Südhessen. Eingereicht wurden 53 Geschichten von Erwachsenen sowie 38 von Kindern und Jugendlichen. Für diese fand die Preisverleihung bereits einen Tag zuvor statt, am 17.9.2010 (wir berichteten).

Sie alle sind in großer Erwartung, wie die Jury Ihre literarischen Werke bewertet hat

Da Stadträtin Ursula Pullmann in Urlaub war, wurde ihr Grußwort von der Leiterin der Schreibwerkstat, Brigitte Steckel-Quäl, während des Festaktes verlesen. Der Ratssaal war voll besetzt. Neben den  Wettbewerbsteilnehmern waren auch viele Begleiter gekommen. Alle warteten gespannt, wer bei dem Wettbewerb gewonnen hat. Denn die Teilnehmer wussten zu Beginn des Abends noch nicht, ob sie zu den Siegern zählen werden.

Und so bemerkte Ursula Pullmann auch: Sie alle sind in großer Erwartung, wie die Jury Ihre literarischen Werke bewertet hat. Ich danke Ihnen für Ihre vielfältigen Gedanken und Ideen. Obwohl nicht alle Autoren Preise erhalten werden, sind Sie doch alle Sieger des Wettbewerbs. Jede Geschichte ist ein Gewinn für uns alle, der nicht mehr genommen werden kann. Bleiben Sie dem Schreiben treu. Erfreuen Sie sich und Ihre Bekannten mit Ihren Geschichten.


Der Ratssaal füllte sich schnell mit den Gästen. Darunter waren neben Bürgermeister Werner Schuchmann auch der Vorstand der Volksbank Modau, Jürgen Schmitt, die Stadträte Dieter Penske und Horst Steuernagel, die Leiterin der Schreibwerkstatt, Brigitte Steckel-Quäl, sowie Mitglieder der Schreibwerkstatt.

Ursprünglich war geplant, die Siegerehrung in den Räumen des Sponsors, der Volksbank Modau, vorzunehmen. Dort war auch der Festakt für die Kinder und Jugendlichen. Doch aufgrund der vielen Anmeldungen zur Siegerehrung der Erwachsenen reichten die Räumlichkeiten in der Volksbank nicht mehr. Kurzfristig wich man auf den Ratssaal aus.


Eingestimmt auf die Preisverleihung wurden die Gäste mit festlicher Musik aus „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi. Es spielte ein Streichquartett unter Leitung von Christoph Heidrich.


Die Eröffnungsansprache hielt Bürgermeister Werner Schuchmann. Er sagte, dass er aus eigener Erfahrung wisse: Etwas zu schreiben, sei das eine. Das andere sei, dieses einzureichen und bewerten zu lassen. Und für diesen Abend wünschte er allen viel Freude.


Jürgen Schmitt, vom Vorstand der Volksbank Modau in Ober-Ramstadt, berichtete davon, dass die Vorbereitungen für diesen Kurzgeschichten-Wettbewerb bereits vor eineinhalb Jahren begonnen hätten. Es war Neuland. Und es sollte etwas Neues und Hochwertiges geschaffen werden. Ein Literaturwettbewerb sei eine Sache, die die Volksbank gerne als Sponsor unterstützt habe, führte Jürgen Schmitt aus.


In der Pause wurde Essen gereicht. In anregender Atmosphäre konnte gefachsimpelt werden.


Nach der Pause stellte Brigitte Steckel-Quäl (hinter dem Pult) die Jury vor (von links): Helga Lipp, Marianne Bert, Ingrid Burkhardt, Hildegard Chakrabarty, Karin Steinmetz, Dr. Udo Müller, Helen Hartnagel und Heiner Meyer.

Nicht auf dem Foto sind die Jury-Mirglieder Sylvia Breitwieser und Astrid Meyer.


Von links: Werner Schuchmann, Yvonne Jasmin Görlach (2. Preis), Jürgen Schmitt (Volksbank Modau), Georg Tempel (1. Preis) und Brigitte Steckel-Quäl.

Den 1. Preis erhielt Georg Tempel aus Darmstadt (Jahrgang 1920) mit seiner Geschichte „Eine ganz besondere Feier“. Sie spielt in einem Altenheim und erzählt von einer Frau, die gelegentlich ihre olympischen Tage hat. Für diese Frau wird ein Fest vorbereitet. Georg Tempel meinte während der Preisverleihung, dass es ihm finanziell gut gehe und er das Preisgeld (500 Euro) nicht brauche. Er spendete die Summe der Stadt Ober-Ramstadt zur freien Verwendung. Bürgermeister Schuchmann freute sich natürlich sehr. Übrigens: Georg Tempel war auch der älteste Teilnehmer. Er wird im November 90 Jahre alt.

Der 2. Preis (250 Euro) ging an Yvonne Jasmin Görlach aus Damrstadt  mit der Geschichte „Der Duft der 1000 Himmel“.

Und den 3. Preis (75 Euro) erhielt Isabel Teschke aus Darmstadt mit der Geschichte „Festtag“. Isabel Teschke bekommt den Preis ausgehändigt, sobald sie aus dem Urlaub zurück ist.


Vordere Reihe links neben dem Pult: die Sonderpreisträgerinnen Elvira Schamber und Anni Zapf , rechts hinter dem Pult: Sonderpreisträgerin Maria Grimm.

Einen Sonderpreis erhielt Maria Grimm aus Groß Bieberau mit „Was ein Bauer aus dem Vogelsberg in Ober-Ramstadt erlebte.“ Zwei weitere Sonderpreise erhielten Anni Zapf aus Ober-Ramstadt (Jahrgang 1923, 50 Euro) und Elvira Schamber aus Ober-Ramstadt (1927, 50 Euro) als älteste Teilnehmer. Elvira Schamber möchte ihr Preisgeld der Petri-Villa schenken, „weil dort alle Leute so nett sind.“

Zwei Geschichten vorgelesen

Zum Schluss der festlichen Preisverleihung wurde noch die Geschichte "Festtag" von Isabel Teschke vorgelesen sowie die der Sonderpreisträgerin Maria Grimm.

Aufnahme in das Jahrbuch der Stadt Ober-Ramstadt

Alle Siegergeschichten (1.-3. Preise) werden in das Jahrbuch der Stadt Ober-Ramstadt aufgenommen. Dieses Jahrbuch wird anlässlich der 700-Jahr-Feier Ober-Ramstadts erstellt und gegen Ende 2011 herausgegeben.

Außerdem findet im nächsten Jahr eine Veranstaltung der Schreibwerkstatt statt. Dort können die Verfasser aller eingereichten Geschichten – unabhängig von der Prämierung – ihre Geschichte vorlesen. Wer Interesse daran hat, kann sich mit Frau Steckel-Quäl in Verbindung setzen.

Liebe Pizza-Freunde,
Ab sofort biete ich Ihnen glutenfreie Pizza. Ich freue mich
über Ihren Besuch!
Auch zum Mitnehmen!
Telefon: 06167 7788!
__________________________
Ihr PC streikt? Jetzt anrufen!

06154 630 685
PC-Hilfe Rohrbach

__________________________
Zum Rodenstein

Das gemütliche Gasthaus im Odenwald. Fleisch- und Wurstwaren aus eigener Herstellung. 0 61 66 / 278.
___________________________