Kulturnachrichten aus Ober-Ramstadt

Vortrag: Südwestzipfel des Wildbannes Dreieich und seine Grenzpunkte

Mitteilung von Martel Döring, Verein für Heimatgeschichte
 
Der Verein für Heimatgeschichte aus Ober-Ramstadt lädt herzlich zu seinem nächsten Vortrag ein. Dieser findet statt am Donnerstag (7.1.2016) im Scheunensaal der Hammermühle Ober-Ramstadt. Thomas Steinmetz aus Berlin spricht über den „Südwestzipfel des Wildbannes Dreieich und seine Grenzpunkte“.
 
Die Grenzen des viel älteren kaiserlichen Wildbannes Dreieich sind erst durch eine Beschreibung aus dem Jahre 1338 überliefert. Die Südgrenze lief vom Turm der Burg Otzberg zu einem nicht eindeutig zu lokalisierenden Punkt namens „Westinggiebel“.

Im Gegensatz zur akademischen Lehrmeinung der letzten Jahrzehnte ist damit nicht der Westgiebel der ehemaligen Reinheimer Kirche zu sehen, sondern die „Westergiebel“ genannte Vorhöhe der Neunkirchner Höhe. Mit diesem Ergebnis wird zugleich klar, dass der Wildbann Dreieich sich bis weit in den nordwestlichen Odenwald ausdehnte und somit auch das obere Modautal umfasste.
 
Schwierigkeiten hatte bisher auch die Identifizierung des Grenzpunktes „Ramisberg“ bereitet. Die akademische Lehrmeinung vermutete darin eine topographisch wenig einprägsame Anhöhe am Dippelshof, der längst verstorbene Dreieicher Wissenschaftler Karl Nahrgang dagegen den heute so genannten „Rämster Berg“ bei Neutsch. Aufgrund sprachlicher Parallelen ist der „Ramisberg“ jedoch im heutigen „Silberberg“ zwischen Ober-Ramstadt und Nieder-Modau zu erkennen, der seit der frühen Neuzeit als Standort eines Bergwerkes bekannt ist.
 
Damit rückt auch die benachbarte Burg auf dem Schlossberg in den Blickwinkel, die nach herrschender Meinung 1382 in „Werner Kalbs Krieg“ zerstört worden sein soll. Auch diese Lehrmeinung ist aufgrund der fehlenden Erwähnung der Burg in den Archivalien von 1382 in Frage zu stellen, stattdessen ist von ihrem deutlich früheren Untergang auszugehen. Nieder-Modau ist aufgrund von Burg, Kirche und Herrenhof als Ausgangspunkt bei der Besiedlung des oberen Modautales zu vermuten, was nicht vor dem 11. Jahrhundert angesetzt werden sollte. Das nach Süden ausgerichtete Kirchspiel Nieder-Modau lässt die Stoßrichtung der mittelalterlichen Rodungen in Richtung der Neunkirchner Höhe klar erkennen.
 
Der 1338 erscheinende Grenzpunkt „Ramisberg“ ist als „Erzberg“ zu übersetzen, womit zugleich klar wird, dass der Ortsname (Ober-)Ramstadt als „Erzstätte“ zu deuten sein dürfte. Die Tradition der Erzverarbeitung muss in Ober-Ramstadt also viel weiter als die archivarische Überlieferung zurückgehen.
 
Zu diesem Vortrag lädt der Verein für Heimatgeschichte aus Ober-Ramstadt herzlich ein. Der Verein freut sich über zahlreiche Zuhörer/innen. Gäste sind natürlich wie immer willkommen.   Der Vortrag beginnt am 7.1.2016 um 19.30 Uhr im Scheunensaal der Hammermühle Ober-Ramstadt.

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