Kulturnachrichten aus Ober-Ramstadt

Schöner Schein

Eröffnung der neuen Ausstellung im Museum Ober-Ramstadts

„Hässlichkeit verkauft sich schlecht“: Treffender konnte es Kay Saamer, Vorstand des Vereins für Heimatgeschichte, kaum ausdrücken. Am Sonntag wurde im Beisein des Bürgermeisters Werner Schuchmann die Ausstellung „Schöner Schein – Notgeld von 1916 bis 1923“ im Museum eröffnet. Kay Saamer begrüßte die zahlreichen Gäste. Otto Weber übernahm die Einführung in die Ausstellung.

Bild: Ausstellung wird eröffnet von Kay Saamer

Bild: Eine Einführung gab es von Otto Weber

Gezeigt wird Papier-Ersatzgeld aus der Zeit rund um den ersten Weltkrieg. Während des Krieges wurden Metalle einbehalten für die Waffenproduktion. Als Ersatz für das Geld aus Metall ging man dazu über, möglichst attraktive „Ersatzgeldscheine“ auf Papier zu drucken. Vor allem Kommunen, Gemeinden aber auch private Organisationen nutzen das Bildergeld für Werbung und Propaganda. Serien mit Stadtansichten oder Ereignisse aus der Stadtgeschichte waren die Themen. Oft gezeichnet von namhaften Grafikern: ein schöner Schein.

Bild: einige Beispiele "schöner Scheine" aus der Ausstellung

Mitte 1923 kam mit der Inflation das echte Notgeld. Im November 1923 gab es bereits Scheine mit Milliarden und Billionenwerten. Das Museum erwarb vor einigen Jahren eine Sammlung von rund 8000 dieser Geldscheine. Zahlreiche Scheine davon werden jetzt dem Publikum in der Ausstellung zugänglich gemacht.

Bild: gar nicht mehr schön: Beispiele aus der Zeit der Inflation

Gezeigt werden im Museum die drei Phasen des Papiergeldes aus der Zeit der „Finanzierung des Krieges auf Pump“, so eine der Vitrinenbeschriftung. Ein weiterer Schwerpunkt in der Ausstellung ist die grafische Gestaltung der Bildgeldscheine. Zu sehen sind z. B. Scheine mit Motiven von Max und Moritz. Oder auch Grafiken von Olaf Gulbransson. Dieser arbeitete beim Satiremagazin „Simplicissimus“ mit.

Bild: Finanzierung des Krieges "auf Pump"

Nach der Einführung in die Sammlung wurde die Ausstellung für eröffnet erklärt. Bei rotem Tee und weihnachtlichem Gebäck hatten die Besucher die Möglichkeit, sich die Ausstellungsstücke in aller Ruhe anzusehen und darüber zu diskutieren.

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Januar 2010 zu sehen.

Ort: Museum in der Grafengasse

Öffnungszeiten: Sonntags von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

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