Tierisches aus Ober-Ramstadt

In Ober-Ramstadt war das 14. Europäische Fledermausfest

Mit echter Fledermaus – Rund um die Hammermühle gab es was zu sehen

Eigener Bericht

„Die Lebensgeister sind schon wieder geweckt“, freute sich die NABU-Fledermausexpertin Ruth Mässing-Blauert über die Fortschritte ihres kleinen Zöglings: ein Zwergfledermausweibchen. Dieses hatte sich auf einem Bauernhof in einem Klebestreifen verfangen, mit dem eigentlich Fliegen gefangen werden. Und nun war die Feldermaus voll von Klebemittel, flugunfähig und wurde beim NABU abgegeben. Ruth Mässing-Blauert kümmerte sich um die Fledermaus und zeigte sie auch auf dem 14. Europäischen Fledermausfest. Dieses fand am Samstag (14. August 2010) im Innenhof und im Scheunensaal der Ober-Ramstädter Hammermühle statt.

Dort gab es ein Fest für die ganze Familie: Spiele, Kinderschminken und Infos. Auch Fledermauskästen konnte gebastelt werden. Veranstaltet wurde das 14. Europäische Fledermausfest von der NABU Gruppe Ober-Ramstadt, dem NABU Kreisverband Darmstadt und dem Fledermausschutz Südhessen (FSS) zusammen mit dem Förderwerk Natur. Fledermäuse sind nächtliche Insektenjäger und sehr anspruchsvolle Tiere. Dort, wo es sie gibt, ist die Landschaft verhältnismäßig intakt und auch für den Menschen lebenswert.


Am Eingang zum Hammermühlenhof wartete bereits ein kleiner Dracula auf die Gäste.


Die Attraktion gab es dann im Innenhof der Hammermühle: die echte, kleine Fledermaus. Dieser konnte von Ruth Mässing-Blauert geholfen werden. „Um das Klebemittel zu lösen, wird die Zwergfledermaus mit Olivenöl eingerieben", erzählte die Expertin des NABU. Nach ein paar Stunden wird das Öl mit Wasser abgespült. Sollte der Klebstoff noch nicht komplett entfernt sein, wird der Vorgang wiederholt.


Hier die Fledermaus in Großaufnahme.


Die Fledermaus wird bestaunt. Rechts: Jennie Bödeker mit Flughund Fridolin in der Hand.


Auch Fledermauskästen wurden draußen exakt nach einer Bauanleitung gebastelt. Links: Matthias Vogel vom NABU.


Die Künstler/innen unter den Gästen konnten auch Einkaufstaschen mit Fledermäusen bemalen.


Im Scheunensaal der Hammermühle waren Infostände und ein buntes Programm für die Gäste vorbereitet.


An diesem Infotisch entdeckten wir, wir es mit der verklebten Fledermaus weiterging. Ruth Mässing-Blauert hielt die Fledermaus im Handtuch warm, fütterte sie mit Maden und gab ihr aus einer Mini-Spritze Wasser zu trinken. Ein Wärmekissen war auch schon vorbereitet sowie der Plastikbehälter für den Transport.


Die kleine Fledermaus war ein Hingucker für alle.

Ein Höhepunkt dieses Standes war auch: der Fledermauskot. Vorne links im Bild sehen Sie ein Einweckglas mit grün-kariertem Deckel. Ruth Mässing-Blauert hatte als Anschauungsmaterial den Kot in dieses Glas abgefüllt. Unter dem Mikroskop konnte der Besucher die Ködel  im Detail betrachten. Die Fledermausexpertin, die im übrigen Biologie studiert hat, war ganz begeistert. Am Kot kann man erkennen, um welche Fledermausart es sich handelt und welche Insekten die Fledermäuse gefressen haben. Auch ist der Kot für alle Gartenbesitzer ein hervorragender Dünger.

Und wie kam es, dass die Biologin sich auf die Fledermaus spezialisiert hat? Sie arbeitet als Lehrerin und hatte mit einer ersten Schulklasse mal das Thema „Fledermaus“ durchgenommen. Seitdem ist sie an dem Thema Fledermaus gewissermaßen hängengeblieben. Diese Tierart, so erklärte sie, gibt es bereits seit etwa 50 Millionen Jahren in nahezu unveränderter Form. Fast keine andere heutige Tierart ist so geblieben, wie sie früher einmal war. Auch das übe auf sie eine große Faszination aus.


Wie viele Fledermäuse sind auf dem Foto zu sehen? Die Besucher konnten am Schätzspiel teilnehmen.


Für den Sieger gab es diesen Fledermaushut.


Die NABU-Vereinsmitglieder hatten vorher selbst die Anzahl der Fledermäuse gezählt und die einzelnen Fledermäuse auf dieses Blatt Papier eingetragen. Links: Wolfgang Russow, hinten rechts: Sybille Waibel. Vorne verdeckt Ruth Mässing-Blauert das Ergebnis.


Am Fledermausstand von Susanne Diehl (vom Förderwerk Natur e. V) konnte man allerhand Fledermausiges als Andenken für zuhause kaufen. Aus den Erlösen werden dann Natur-Projekte gefördert.


Lecker! Auch Fledermauskot von Odenwälder Mausohren war zu erwerben. Wie gesagt, ein guter Dünger.


Hier gab es vertiefende Infos.


Franz Enders (rechts), Vorsitzender der NABU Gruppe Ober-Ramstadt und des NABU Kreisverbandes Darmstadt e.V., begrüßte die Gäste. Bürgermeister Werner Schuchmann wies dann in seiner kleinen Ansprache darauf hin, dass sich am Rückhaltebecken in Ober-Ramstadt inzwischen die größte Wasserfledermaus-Population Hessens angesiedelt habe.

Am Abend dieses Fledermausfestes gab es dann in der Dämmerung eine Exkursion zum Rückhaltebecken, um die Fledermäuse live in der Natur beim Jagen zu beobachten.

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