Politiknachrichten aus Ober-Ramstadt

Sicherung der Trinkwasserqualität

Pressemitteilung der BFO/Grüne Ober-Ramstadt

Die Fraktion BfO/Die Grünen in Ober-Ramstadt wollen sich zukünftig verstärkt dem Thema Gewässerschutz und Landwirtschaft zuwenden. Anlass hierzu sind Presseberichte über eine sich verschlechternde Trinkwasserqualität in Brunnen des Landkreises Darmstadt-Dieburg.

Ober-Ramstadt holt ca. 50 Prozent seines Trinkwassers aus eigenen Böden und kauft die andere Hälfte hinzu. Zwar ist die Trinkwassergewinnung in Ober-Ramstadt akut noch nicht gefährdet, aber durch konstante bzw. kontinuierlich steigende Nitratwerte und andere Belastungen müssen Vorsorgemaßnahmen ergriffen werden.

Konkret wurde der Stadt bereits vom Regierungspräsidium zur Auflage gemacht, die Wasserschutzgebiete um die Trinkwasserquellen zu erweitern. Die für die Landwirte in den betroffenen Bereichen damit verbundenen Ertragseinbußen in Folge eines geringeren bzw. zu unterlassenden Düngemitteleinsatzes sollten durch vermehrte Bodenproben und eine umfassende Überprüfung der Betriebe verhindert werden.

Hierzu ist die Stadt Ober-Ramstadt der Arbeitsgemeinschaft Gewässerschutz und Landwirtschaft (AGGL) beigetreten. Die Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft, die die Kontrollen durchführen, sind auf die freiwillige Zusammenarbeit mit den Landwirten angewiesen. Durch diese Konstruktion konnten härtere Sanktionen für die Betriebe abgewendet werden.

Gemeinsam mit dem Koalitionspartner in der Stadtverordnetenversammlung haben sich die Fraktionsmitglieder der BfO/Grüne Mitte Oktober über die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Gewässerschutz und Landwirtschaft (AGGL) informiert, um nach einem Jahr Mitgliedschaft Bilanz zu ziehen und zukünftige Entwicklungen zu gestalten zu können. Frau Dr. Homm-Belzer von der AGGL (Arbeitsgemeinschaft Gewässerschutz und Landwirtschaft) und Thomas Bickert vom Amt für Landwirtschaft standen den Fraktionsmitgliedern Rede und Antwort.

In ihrem Eingangsreferat machte Frau Dr. Homm-Belzer deutlich, dass erhöhte Nitratwerte überwiegend in landwirtschaftlich genutzten Wassereinzugsgebieten auftreten, bei denen der überschüssige Nitratanteil im Boden in das Grundwasser eingespült wird. Die Nutzpflanzen können diese Überdosierung nicht aufnehmen. Die Landwirte hingegen wollen aus Kostengründen nicht mehr Düngemittel einsetzen als von den Pflanzen benötigt wird. Hier setzt die Beratungstätigkeit der AGGL an, die regelmäßige Bodenproben auswertet und Empfehlungen hinsichtlich des Düngemitteleinsatzes, der Fruchtfolge und dem Ausbringen von Zwischenfrüchten gibt.

Schnelle Erfolge, so die Zusammenfassung der Referentin, seien hingegen wegen der hydrogeologischen Beschaffenheit des Untergrundes im vorderen Odenwald und der jahreszeitlich unterschiedlichen Niederschläge nicht zu erwarten. Jedoch können jetzt schon Grundlagen für Qualitätsverbesserungen des Trinkwassers in einigen Jahren gelegt werden.

Die teilnehmenden Stadtverordneten gaben die Anregung, ein zusätzliches Augenmerk auch auf die verbreitete Verwendung von Totalherbiziden wie Glyphosat und die in der Landschaft zu beobachtenden Mistablagerungen aus der Landwirtschaft zu legen. Die Stadtverwaltung wurde gebeten, die einzelnen Daten der Trinkwassergewinnungsanlagen grafisch übersichtlich aufzubereiten und der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich zu machen.

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