Kulturnachrichten aus Ober-Ramstadt

Ausstellungseröffnung "Ober-Ramstadt unter Besatzung"

Am 28. Juni im Museum

Von Matthias Rohde, Verein für Heimatgeschichte

Etwas über 70 Jahre ist es her, dass Ende März 1945 amerikanische Truppen in Ober-Ramstadt einrückten und damit mehr als zwolf Jahre nationalsozialistische Herrschaft beendeten. Durch dieses Ereignis und das spätere Kriegsende wurde das Leben in Ober-Ramstadt total geändert. Es „normalisierte“ sich erst wieder mit der Einführung der Deutschen Mark am 20. Juni 1948.I

In der Zwischenzeit kamen viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene nach Ober-Ramstadt, lebten Ausgebombte aus Darmstadt hier, und wurden Wissenschaftler aus Thüringen nach Ober-Ramstadt verschleppt.

Zusätzlich lebten amerikanische Besatzungssoldaten in Zivilwohnungen und der Schießbergschule, und prägten das Leben in dieser Zeit. Viele Artikel des täglichen Gebrauchs waren nicht mehr verfügbar oder mussten aus umgewandelten Militärartikeln mit viel Improvisationstalent hergestellt werden. Bis zur Währungsumstellung wurde das Geld immer weniger wert, es gab kaum noch etwas zu kaufen, der „schwarze Markt“ mit seinen vielfältigen Tauschgeschäften entwickelte sich.

Der Prozess der Entnazifizierung hatte großen Einfluss auf das Leben in dieser Zeit, um eine neue Anstellung zu bekommen, war vielerorts ein Zeugnis erforderlich. Die Ausstellung (28.6.-01.11.2015) möchte diese ereignisreiche Zeit, die viele Ober-Ramstädter Bürger selbst noch in Kinder- oder Jugendalter erlebt haben, aus vielen verschiedenen Blickwinkeln darstellen. Ausgestellt werden Sachen des täglichen Bedarfs, die improvisiert hergestellt wurden.

Ereignisse wie beispielsweise die Berliner Luftbrücke werden dargestellt, ebenso Themen rund um das Kriegsende, der Neustart der Politik und des gesellschaftlichen Lebens, der Vereine und die Währungsumstellung. Auch Schulbücher aus jener Zeit, die von einer alliierten Kommission als „unbedenklich“ eingestuft wurden, sind in der Ausstellung vorhanden. Erstmals gezeigt werden auch Informationen zum sogenannten „Abderhalben-Transport“, einer Gruppe von Wissenschaftlern aus Halle. Zu dieser Gruppe gehörte auch der Erforscher der Höhenstrahlung, Professor Werner Kohlhörster, der bei einem Unfall so schwer verletzt wurde, dass er im Krankenhaus verstarb und hier in Ober-Ramstadt beigesetzt wurde.

Zur Eröffnung der Ausstellung im Museum Ober-Ramstadt laden wir alle Interessierten am Sonntag, den 28. Juni 2015, um 15.00 Uhr herzlich ein.
 
 

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