Nachrichten der Stadt Ober-Ramstadt

Guten Appetit – 10 Jahre Mittagstisch in der Petri-Villa

Jubiläumsfeier mit Sekt, Häppchen und Schwelgen in Erinnerungen

Eigener Bericht. Von Hildegard Fischer-Weckermann

 

„Im Jahre 2005 hat eine Erfolgsgeschichte begonnen: das Projekt „Mittagstisch“ in der Petri-Villa Ober-Ramstadt. Dies ist ein Projekt, bei dem wirklich alle mit einem zufriedenen Gesicht nach Hause gehen. Die Kochenden sind froh, dass alles gut geklappt und geschmeckt hat. Vielleicht tun die Füße etwas weh. Aber man hat das Gefühl, etwas Schönes gemacht zu haben. Und die Gäste des Mittagstisches freuen sich über das gute Essen und das gesellige Beisammensein.“

 

So freute sich Katrin Mohn, Seniorenbeauftragte der Stadt, in einer Ansprache am Donnerstag (9.5.2015) zum 10-jähigen Jubiläum des Mittagstisches in der Petri-Villa. Zur Feier des Tages hatten sich zahlreiche (auch ehemalige) Köchinnen und Köche versammelt, um das Jubiläum zu begehen, dazu Gäste des Mittagstisches.

 

377 Essen später: Katrin Mohn, Seniorenbeauftragte der Stat Ober-Ramstadt, begrüßte die Gäste zum Jubiläum "10 Jahre Mittagstisch in der Petri-Villa". In diesen zehn Jahren gab es 377 Mittagstische - und Katrin Mohn war schon beim Projektstart dabei.

 

Seit der Gründung des Mittagstisches bis heute hat sich viel Neues entwickelt. Deshalb ließ Katrin Mohn in ihrer Ansprache die Ereignisse zunächst Revue passieren. Sie erzählte, dass das Projekt zu Beginn „Mittagstisch für Alleinstehende ab 70 Jahren“ geheißen habe. Das Logo lautete „Gemeinsam schmeckt’s besser“. Das war von Anfang an das Motto des Mittagstisches. Als der Mittagstisch noch in der Planungsphase war, war noch vieles unklar, wie er gestaltet werden könnte. Doch das Motto des Logos war immer klar. „Gemeinsam schmeckt’s besser“ sollte immer im Mittelpunkt stehen.

 

Marlies Link-Haus (mit Wasserglas), die frühere Seniorenbeauftragte der Stadt, rief das Vorhaben "Mittagstisch für Alleinstehende ab 70 Jahren" ins Leben.

 
Das Projekt „Mittagstisch“ fing im Jahr 2005 an. Damals absolvierte Katrin Mohn gerade ihr Anerkennungsjahr in der Petri-Villa bei Marlies Link-Haus, der damaligen Seniorenbeauftragten. Aufgabe von Katrin Mohn war es, sich Gedanken zum Besuchsdienst und zum Mittagstisch zu machen.
 
„Das war für mich eine spannende Aufgabe. Ich habe rumtelefoniert, mich über Projekte bei Anderen informiert und gefragt: Wie machen die das eigentlich?“ Denn es gibt ganz unterschiedliche Ansätze. Die einen versuchen, möglichst große Mengen zu kochen, weil viel Platz da ist und viele Menschen kommen können. Dort gibt es oft Eintöpfe oder Aufläufe.
 
Dann gibt es zum anderen wieder Gruppen, die den Schwerpunkt auf schöne Tischdekoration legen und darauf, nach dem Essen gemeinsam zu spielen oder zu basteln. Es war sehr interessant zu sehen, was es alles an Möglichkeiten gibt. Marlies Link-Haus und Katrin Mohn überlegten dann, was für Ober-Ramstadt passend wäre. Beide hatten gedacht, dass das Foyer der Petri-Villa ideal sei. Dort steht ein großer Tisch und es leuchtet das Buntglasfenster. Es kann dort einfach eine schöne, vertrauensvolle Atmosphäre entstehen, war die einhellige Meinung.
 
Wir haben gesagt, wir wollen für etwa zehn Personen kochen und dass sich schöne Gespräche entwickeln können sollen. So begann alles. Am Anfang war es noch etwas ruhig, aber später wurde es lebhafter. „Aber das ist ja auch heute noch so. Wenn gegessen wird, ist es richtig still. Ich denke immer: Oh, es scheint zu schmecken“, erzählte Katrin Mohn.
 
Weiter erklärte sie, dass der Mittagstisch für die Köchinnen und Köche so gestaltet werden sollte, dass ein richtiges Kochen möglich ist. Das beginnt mit dem Stöbern in Rezeptsammlungen. Denn es ist uns auch wichtig, dass man ein bisschen Kochkunst zeigen kann. „Ich bin immer begeistert, was hier so alles auf den Tisch kommt.“
 
Anfang Februar 2005 hatte die Petri-Villa einen Aufruf gestartet und alle eingeladen, die am Kochen interessiert sind. Es waren gleich 13 Leute interessiert, mitzumachen!
 
„Woran ich mich noch gut erinnere, ist die große Aufregung bei denen, die gekocht haben“, meinte Katrin Mohn. Es ist nicht jeder gewohnt, für so eine große Menge zu kochen und zu überlegen: Reicht das überhaupt für alle? Oder ist es viel zu viel? Außerdem muss man immer auf den Punkt kommen: Um 12:30 Uhr geht es los. Die große Frage ist deshalb, ob man bis dahin fertig ist – oder ob alles zerkocht ist. Die Aufregung hat sich bei allen inzwischen gelegt. Am Anfang gab es das gemeinsame Essen jeden zweiten Donnerstag im Monat; ab 2008 konnte es wöchentlich stattfinden.
 
Ende 2007 erhielt das Projekt „Mittagstisch“ sogar eine Auszeichnung des Landes Hessen für besonderes soziales Engagement, verbunden mit einer finanziellen Zuwendung in Höhe von 250 Euro.
 
Im Moment gibt es ein sehr großes Kochteam mit 17 Mitgliedern, darunter zwei Männer.  Aber was gibt es denn eigentlich nun zu essen? Immer ein 3-Gänge-Menü. Darunter so wohlklingende Speisen wie  karibische Hokaido-Suppe, Tafelspitz, Köfte mit Bulgur, orientalisches Huhn oder Schaumküsse im Kirschbett. Das ist nur eine kleine Auswahl. Nach dem Essen gibt es auf jeden Fall noch immer eine Tasse Kaffee.
 
Bisher gab es 377 gemeinsame Mittagessen, erklärte Katrin Mohn. Wobei man sich in den Anfangsjahrenlediglich alle zwei Wochen traf, auch in den Ferienzeiten oder an Feiertagen fällt der Mittagstisch aus.

 


Natürlich gab es auch ein Jubiläum zu feiern. Die Seniorenbeauftragte Katrin Mohn bedankte sich mit einem Blumenstrauß bei den Köchinnen Annegret Bitter (rechts) für 44 x Kochen, bei Ingeborg Löhnert (Mitte, 46 x) und bei Karin Dohn (links), für volle 50 x Kochen.

 

Karin Dohn mit dem Blumenstrauß als Dankeschön für 50 mal Kochen.

 
Auch der Ober-Ramstädter Bürgermeister Werner Schuchmann freute sich in einer Ansprache über das soziale Engagement – und meinte, wenn er am Mittagstisch teilnehmen würde, würde er angesichts des leckeren Essens bald eine Anzugsgröße größer tragen.
 
Im Anschluss an diese Ansprache wurde mit einem Glas Sekt und Häppchen noch gemeinsam gefeiert und geplaudert. Denn: Gemeinsam schmeckt’s besser.

 


Zum Wohl!


Wer am Mittagstisch für Alleinstehende ab 70 Jahren teilnehmen möchte, kann Kontakt zur Seniorenbeauftragten der Stadt Ober-Ramstadt, Katrin Mohn, aufnehmen, Telefon: 06154/702-3910. Das 3-Gänge-Menü kostet für die Gäste 5 Euro. Darin enthalten sind Getränke und Kaffee.

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