Kulturnachrichten aus Ober-Ramstadt

Auswertung des Kurzgeschichtenwettbewerbs zur 700-Jahr-Feier hat begonnen

Welche Geschichte gewinnt? Wie arbeitet die Jury? Ein Blick hinter die Kulissen Eigener Bericht

„Auf was für Ideen die Leute kommen, das ist schon beeindruckend“, so äußerte sich ein Jury-Mitglied am Mittwochabend (9. Juni 2010) anerkennend in der Petri-Villa. Dort tagte unter Leitung von Brigitte Steckel-Quäl die Schreibwerkstatt. Diese richtet, gemeinsam mit der Volksbank Modau e.G. sowie der Stadt Ober-Ramstadt, einen Kurzgeschichtenwettbewerb anlässlich der 700-Jahr-Feier aus. Mittlerweile ist die Einsendefrist abgelaufen. 91 gültige Geschichten – geschrieben von Kindern bis zum Senioren – wurden eingereicht. Nun geht es an die Bewertung durch eine sachkundige Jury: die Mitglieder der Schreibwerkstatt. Owwer-Ramschd.de durfte bei einer Auswertungssitzung dabei sein.



Brigitte Steckel-Quäl, Leiterin der Ober-Ramstädter Schreibwerkstatt, eröffnete die Besprechung.

Zu Beginn der Sitzung begrüßte Brigitte Steckel-Quäl zehn Damen und Herren von der Schreibwerkstatt. Zu Gast war auch Stadträtin Ursula Pullmann. „Ich bin beeindruckt von der vielen Arbeit, die Sie sich machen“, bedankte sie sich bei der Schreibwerkstatt.

Die Gruppe trifft sich inzwischen zum sechsten Mal zu einem solchen Auswertungsgespräch. Jetzt, am Mittwoch, wurden zehn weitere Geschichten beurteilt. Vier Bewertungsabende sind noch geplant.

Wobei es am Mittwoch ganz und gar nicht trocken zuging: Am Anfang machte eine Karaffe mit Holunderblütenbowle die Runde, verbunden mit dem Hinweis: „Nehmt Euch selbst, man kann auch mit Wasser auffüllen!“

Zehn Geschichten wurden an diesem Abend bewertet

Nachdem alle versorgt waren, begann Brigitte Steckel-Quäl die erste Geschichte, die Nr. 23, laut vorzulesen, versehen mit der Altersangabe des Autoren. Die Leiterin der Schreibwerkstatt hatte alle zehn Geschichten vor sich liegen – und las dann der Reihenfolge nach vor. Die Geschichten waren jeweils ungefähr fünf Seiten lang.  Die Jury hörte ruhig und konzentriert zu und gab im Anschluss an jede Geschichte eine Beurteilung ab.


Die Jury ist konzentriert.

Um Anonymität und Fairness zu gewährleisten, waren alle Geschichten durchnummeriert. Nur Brigitte Steckel-Quäl wusste, welche Person sich hinter jeder Nummer verbirgt. Deshalb wertete die Leiterin der Schreibwerkstatt auch nicht mit. Die anderen benoteten jede Geschichte mit Zensuren von 1 (die schlechteste Note) bis 10. Vergeben wurden zwei Zensuren: eine für den Inhalt, die andere für den Stil.

Doch worüber haben die Teilnehmer am Kurzgeschichtenwettbewerb geschrieben? Das Thema für alle hieß: „Das Fest“. Dabei war es der Fantasie des Einzelnen überlassen, ob er z. B. über einen Geburtstag schreibt, den Hochzeitstag oder über die 700-Jahr-Feier.

Ist die Ehescheidung ein Fest?

Entsprechend unterschiedlich waren dann auch die Geschichten am Mittwoch in der Petri-Villa: z. B. Polterabend mit Sturm und Windböen, ein Ausflug in das mittelalterliche Ober-Ramstadt, eine Fahrradtour, Hochzeit, Weihnachten zu Hause. Sogar eine Ehescheidung war Thema.

„Ist eine Scheidung ein Fest – oder wurde vom Verfasser das Thema verfehlt? Hier gab es heiße Diskussionen. Vom Stil her, so war man sich einig, war der Text gekonnt. Aber vom Inhalt? Viele der Themen wurden am Mittwoch nicht nur benotet, sondern intensiv besprochen, bevor die Gruppe zu einem Ergebnis kam.

Ein Bewertungsbogen wird für jede Geschichte ausgestellt.

Bis zum 30. Juni jedenfalls sollen alle Bewertungen komplett abgeschlossen sein. Bis dahin wird es auch noch einen zweiten Bewertungsdurchlauf geben. Die Geschichten, die in der ersten Runde noch Fragen offen gelassen hatten, werden noch einmal gesondert besprochen.


Reichlich Gesprächsstoff bieten die Geschichten.

Die Siegergeschichten werden dann Mitte September – von den Siegern – auf einem Leseabend vorgetragen. Dieser findet bei einer Feier im Anschluss an die Prämierung der besten Geschichten statt. Außerdem sollen die Siegertitel in einem Jahrbuch über die 700-Jahr-Feier der Stadt Ober-Ramstadt veröffentlicht werden. Die Zuhörer und Leser dürfen schon jetzt gespannt sein.

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