Musiknachrichten aus Ober-Ramstadt

Sängervereinigung 1871 unterminnt Ausflug

Hier ist der Bericht vom sommerlichen „Intermezzo“

Von Marlis Dünkel, Sängervereinigung 1871 Ober-Ramstadt

Ferien für die Stimme sind ganz wohltuend: Jedoch Wochen ohne Gesang und netter Gesellschaft: Darauf konnte die Sängervereinigung nicht verzichten.

Also wurde beim Weingut Buhl in Nierstein eine Planwagenfahrt gebucht. Etwa 40 Sänger und Sängerinnen bestiegen die Planwagen zur Fahrt durch die Weinberge. Mit Wein, Weck und Worscht hatten Stimmung und Stimme Hochkonjunktur.

Hoch über dem Rhein konnten alle bei herrlichstem Wetter die Aussicht genießen. Den Abschluss bildete – wie kann es anders sein – eine Einkehr im Hof des Weingutes. Hier wurde so manches Gläschen geleert und mit fröhlichem Gesang der Sänger und Sängerinnen wurde es ein unvergesslicher Tag.

Ein weiteres Event: In diesem Jahr feiern die Sängerinnen der Sängervereinigung ihr 30-jähriges Bestehen. Anlass genug für einen Tagesausflug. Ziel: Landeshauptstadt Wiesbaden, mit seinen 15 Thermal- und Mineralquellen eines der ältesten Kurbäder Europas. Ein befreundetes Ehepaar der Rechnerin Rosemarie Gaußmann leitete uns mit fundiertem Wissen über die Stadtgeschichte Wiesbadens durch diesen Tag.


Die Sängervereinigung 1871 in Wiesbaden.


Zu Fuß ging es durch die Wilhelmstraße, vorbei an noblen Geschäften und Cafés bis an die Marktkirche mit ihren imposanten fünf Türmen. Ab dort ging die Fahrt mit der kleinen Stadtbahn durch die Innenstadt und weiter durch die ausgedehnten Villengebiete, die im 19. Jahrhundert entstanden. Auch an dem Haus, in dem Johannes Brahms wohnte und seine 3. Sinfonie (auch Wiesbadener Sinfonie genannt) 1883 komponierte, ging die Fahrt vorbei. Die russische Kirche auf dem Neroberg durfte bei der Besichtigungstour nicht fehlen.

Wer es noch nicht wusste, wurde über die Entstehung des Begriffes „ Nassauer“ aufgeklärt. Das Herzogtum Naussau verfügte über keine eigene Universität. Herzog Wilhelm von Nassau-Weilburg schloss daher 1817 einen Staatsvertrag mit dem Königreich Hannover. Die Göttinger Uni wurde dadurch zur Nassauischen Landesuniversität.

Um den Studenten für das 200 bis 300 km entfernte Göttingen einen Anreiz zu bieten, konnten diese bei einem Göttinger Vertragswirt kostenlose Mahlzeiten einnehmen. Nutzte ein Nassauer Student diese Angebot nicht, nahm häufig ein Fremder, Unbefugter, der sich als Nassauer ausgab, dessen Plazt und das freie Mahl ein. Dadurch sind die Ausdrücke „nassauern“ und „Nassauer“ entstanden. Diese Begriffe beziehen sich also auf Leute, die auf Kosten anderer Leistungen in Anspruch nehmen.

Nach all dem Wissenswerten meldete sich Durst und Hunger. Ein lauschiges Plätzchen in einem Bibricher Gasthof war von dem Reiseleiter-Ehepaar für die Sängerinnen reserviert. Gestärkt ging es zum Spaziergang an den Rhein und in die Innenstadt weiter. Das beste Eis Wiesbadens ließen sich noch alle schmecken, ehe es mit Bus und Bahn Richtung Heimat ging. Leicht erschöpft war man sich einig: Es war ein wunderschöner Tag und für das nächste Jahr geht wieder ein Tagesausflug der Sängerinnen in Planung.  

Liebe Pizza-Freunde,
Ab sofort biete ich Ihnen glutenfreie Pizza. Ich freue mich
über Ihren Besuch!
Auch zum Mitnehmen!
Telefon: 06167 7788!
__________________________
Ihr PC streikt? Jetzt anrufen!

06154 630 685
PC-Hilfe Rohrbach

__________________________
Zum Rodenstein

Das gemütliche Gasthaus im Odenwald. Fleisch- und Wurstwaren aus eigener Herstellung. 0 61 66 / 278.
___________________________