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Handelsnachrichten aus Ober-Ramstadt

Lesung im Scheunensaal über die „Schule des Bewusstseins“

Autor Peter J. Reichard liest ausgewählte Passagen aus seinem neuen Buch. Dieses vermittelt eine besondere Haltung: Erziehung als Bewusstseinsprägung

Eigener Bericht. Von Hildegard Fischer-Weckermann

„Vielleicht bin ich der Erste, der Erziehung als Bewusstseins-Bildung definiert. Was soll damit erreicht werden? Angepasste Staats-Bürger? Oder unangepasste Selbst-verwirklicher?

Nein, Persönlichkeiten, die sich mit sich selbst und der Umwelt vertragen und die mit Freiheit verantwortungsvoll umgehen können. Wer Erfolg sucht, muss Menschen sehr gut überzeugen können. Bewusstseinsbildende Methoden helfen dabei – und davon handelt dieses Buch, das ich Ihnen heute präsentiere.“

So führte am Mittwoch (10.3.2013) Peter J. Reichard, der 16 Jahre Schulleiter eines Gymnasiums war, in sein Buch „Die Schule des Bewusstseins – Ein pädagogisches Lesebuch für jedermann“ ein. Das neue Buch präsentierte der Autor im Rahmen einer Lesung im Scheunensaal der Hammermühle. Die Lesung war eine Gemeinschaftsveranstaltung mit Bücher-Blitz und der Stadtbücherei Ober-Ramstadt.

Heidi Schollenberger, Leiterin der Stadtbücherei Ober-Ramstadt, eröffnete am Mittwoch die Lesung im Scheunensaal.


Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Heidi Schollenberger, Leiterin der Stadtbücherei, die Zuhörer im Scheunensaal. Sie freute sich und war sich sicher, dass Peter J. Reichard Interessantes zur „Schule des Bewusstseins“ zu berichten habe, auch und gerade aus der Praxis.


Die Schulung des Bewusstseins ist der Schlüssel für Erfolg und Zufriedenheit. Autor Peter J. Reichard stellte dem Pulbikum ausgewählte Episoden aus seinem Buch vor.


Bevor Peter J. Reichard aus seinem Buch vortrug, stellte er sich dem Publikum kurz vor. Reichard wurde 1942 in Helmstedt geboren und lebte von 1951 bis 2007 im Rheinland als Schüler, Student, Lehrer, Moderator, Schulaufsichtsbeamter sowie Schulleiter (in Jülich). Seit 2007 ist er im Ruhestand und wohnt mit seiner Frau in Ober-Ramstadt. Er hat drei Kinder und vier Enkelkinder.

Das Buch beruhe auf Erfahrungen eines ganzen Berufslebens. An diesem Buch habe er gewissermaßen ein ganzes Leben lang gearbeitet, wie er erzählte. Er habe seine Arbeit als Lehrer aufgefasst als eine Art „Entwicklungshilfe“ für junge Menschen. „Ich finde Erziehung mindestens so wichtig wie das, was man unter Bildung versteht“ und ich habe in meinem Beruf versucht auszuführen, was Erziehung im Kern ausmacht.

Davon erzählen dann auch die 26 Geschichten aus dem Buch „Schule des Bewusstseins – Ein pädagogisches Lesebuch“. An konkreten Beispielen und Geschichten, vor allem aus Elternhaus und Schule, beschreibt Reichard die Erziehung als Bewusstseinsbildung und zeigt, wie bewusstseinsbildende Methoden der Persönlichkeitsentwicklung dienen.

Um zu erklären, was er damit meint, trug der Autor nun eine Geschichte aus seinem Buch vor. „Diese Geschichte finde ich so bemerkenswert, dass ich sie Ihnen erzählen will“, meinte er:


Ein Mann war Patient in einer psychiatrischen Klinik in den USA. Er lebte in der Wahnvorstellung, er sei Jesus – und seine Aufgabe sei: beten, predigen und segnen. Darum verweigerte er sich der ihm verordneten Werktherapie.

Die erfolglosen Therapeuten riefen Milton Erickson (amerikanischer Psychiater) zur Hilfe. Der ging auf den Patienten zu und begrüßte ihn – als Jesus von Nazareth – und fragte ihn nach seinen Eltern.

Erstaunt ging der Patient darauf ein und erzählte auch von seinem Vater Josef und von dessen Schreinerwerkstatt. Erickson wollte dann wissen, ob er dem Vater bei seiner Arbeit auch zugesehen habe. „Und nicht nur das“, bekam er zur Antwort. „Ich habe ihm auch manchmal helfen dürfen.“ Erickson versicherte sich: „Dann kennst Du Dich auch mit Werkzeugen etwas aus?“

„Oh, recht gut sogar“, gab der Patient zur Antwort. „Ob er ihm dann beim Arbeiten an einem Regal zur Hand gehen könne?“, fragte der Psychiater, „denn er könne seit einer Krankheit im Kindesalter nicht gut mit Werkzeugen umgehen.“

„Hm, da helfe ich doch gern“, meinte der Patient. Und er ging mit in die Werkstatt, bekam zu anderen Menschen Kontakt und konnte nach einiger Zeit die Klinik als geheilt entlassen.


Diese Geschichte hat mich tief beeindruckt, erzählte Peter J. Reichard. Denn was Milton Erickson da getan hat, ist ein nachahmenswerter Umgang nicht nur mir Psychopathen, sondern eigentlich mit jedem Menschen.

Erickson war ein Meister hinsichtlich der Fähigkeit, sich in die Empfindungen und Vorstellungswelt seines Gegenübers hineinversetzen zu können und den Nächsten überzeugend zu spiegeln. Damit hat er die Menschen nicht nur verbal, sondern auch emotional erreicht. Sie fühlten sich ernst genommen und verstanden.

Diesen verständnisvollen Umgang mit den Patienten hat man später auch Pacing bezeichnet (pace: an der Seite einhergehen, den Arm um die Schultern legen). Als Folge von Pacing mochten Patienten sich öffnen, innere Widerstände aufgeben, Anregungen aufnehmen und sich führen lassen.

Das könne man auch auf die Schüler übertragen. Pacing sei vertrauensbildend und ermögliche Leading (Führung). Pacing und Leading zähle ich zu den bewusstseinsbildenden Methoden, erklärte Reichard und las dem Publikum weitere Geschichten aus dem Buch vor.

Er wies darauf hin, dass ein umfangreiches Glossar Begriffe einfach erkläre. Ein Medienverzeichnis gebe Anregungen über das Buch hinaus und ein Index helfe beim Suchen. „Wer also mit dem Buch lernen möchte, hat alle Möglichkeiten dazu“, meinte Reichard. Geschrieben sei es jedoch auch für das allgemeine Lesepublikum.

Diesem möchte das Buch eine Haltung vermitteln, Erziehung als Bewusstseinsprägung zu versuchen. Dafür gebe es im Buch viele Beispiele mit lebendigen Dialogen. Und dann ist der Leser dazu aufgerufen: „Komm, jetzt lass Dir selbst etwas dazu einfallen.“ Wenn jemand das Prinzip begriffen habe, weiß er, wie man es anwendet. „Und wenn es Menschen gibt, die es so ähnlich machen, freue ich mich“, meinte Peter Reichard zum Abschluss. Für seine Lesung erhielt Peter J. Reichard großen Applaus.

Im Anschluss an die Lesung bestand die Gelegenheit, Fragen an Peter J. Reichard zu stellen sowie ein Buch persönlich signieren zu lassen.

Die Themen des Buches „Schule des Bewusstseins – Ein pädagogisches Lesebuch“:

Position beziehen – Einsicht vermitteln – Unterricht reflektieren – Kinderstreit schichten – Konfliktlösen lernen – Vorgehen erklären – Frust bewältigen – Beobachtungen diskutieren – Kinder unterstützen – Erziehung reflektieren – Beileid bekunden – Wünsche kontrollieren – Lösungen finden – Gefühlsäußerungen deuten – Gefühle darstellen – Freiheit verantworten – Bewusstsein schärfen – Gewalt zügeln – Perspektiven wechseln – Selbsteinschätzung üben – Innovation planen – Schule vereinbaren – Behörde konsultieren – Abschied feiern.


Einen Abend zum Nachdenken boten die Veranstalter der Lesung: Heidi Schollenberger (Leiterin Stadtbücherei), Herbert Gepperth (Inhaber Bücher-Blitz) und der Autor Peter J. Reichard.


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