Kulturnachrichten aus Ober-Ramstadt

Spannender Literaturabend mit der Schreibwerkstatt beim Anglo-Deutsch-Club

Bericht von Brigitte Steckel-Quäl, Leiterin der Schreibwerkstatt

Drei Stunden lang konnten begeisterte Zuhörer/innen jetzt während einer Lesung eine literarische Reise in das deutsch-englisch-amerikanische Verhältnis antreten. Denn der Anglo-Deutsch-Club aus Ober-Ramstadt sowie die 1. Vorsitzende, Helen Hartnagel, hatten zu einem Literaturabend eingeladen. Zu Gast war die Schreibwerkstatt Ober-Ramstadt. Deren Autorinnen und Autoren gaben mit zahlreichen Beiträgen Denkanstöße – auch die englische Küche blieb nicht unerwähnt – und ließen Erinnerungen wach werden. Brigitte Steckel-Quäl schrieb uns dazu folgenden Beitrag:

„Innerhalb der Veranstaltung des Anglo-Deutsch-Clubs lasen Autoren und Autorinnen der "Schreibwerkstatt In der Petri-Villa" zum Thema "England und Deutschland".

Vielfältige Überlegungen zu diesem Thema waren zuvor von uns angestellt und ausgearbeitet worden. So waren sowohl Geschichten mit geschichtlichem Hintergrund als auch Geschichten über locker-lustige Geschehnisse entstanden.

Astrid Meyer berichtete über Erlebnisse, die sie 1946 hatte. Gedanken von Heiner Meyer zum Thema "Anglizismen" wurden vom Publikum erfreut und zustimmend aufgenommen. Der Autor hatte eine Liste englischer Wörter zusammengestellt, die in den deutschen Sprachgebrauch eingeflossen sind, wie Shop, Sale oder Mountainbike.

Udo Müller hatte nach gründlichen Recherchen einen Bericht über Ober-Ramstadts berühmtesten Sohn Lichtenberg und seine Beziehung zu England zusammengestellt.

Karin Steinmetz schließlich trug die "Gedankensplitter einer Deutschen, die noch keine Gelegenheit hatte, England zu besuchen" vor. Sie erinnerte an Charles Darwin, an Shakespeare, an die Royals und die damit verbundene yellow press, an Wimbledon und Fußball. An die Beatles, an Mary Quant, an Rosamunde Pilcher, an englische Rosen und englische Krimis. "Die englische Küche", sagte sie, hat in Deutschland keinen guten Ruf. Obwohl – was schmeckt besser zu Spargel als Roastbeef englisch gebraten?"

Marianne Bert begeisterte mit einer kleinen Geschichte über die Zeit während des Krieges oder kurz danach. Und Brigitte Steckel-Quäl – nach eigener Aussage über geschichtliche Abläufe äußerst schlecht informiert – erzählte von heiteren Begebenheiten, die sich zwischen amerikanischen Soldaten, damals in der Petri-Villa stationiert, und deutschen Kindern zugetragen hatten.

Danach berichtete Helga Lipp sehr ausführlich aus ihrer Kindheit. Sie erzählte von Begegnungen mit amerikanischen Familien und davon, dass sie damals oft als Babysitter für deren Kinder eingesetzt war, was ihr sehr viel Spaß gemacht habe. Lustig sei es immer gewesen und noch viele Jahre habe sie mit diesen amerikanischen Familien brieflich in Verbindung gestanden.

In dem Sketch "Unter der Laterne" unterhielten sich Helen Hartnagel (als Soldat) und Marianne Bert (als hübsches deutsches Madchen). Der Sketch handelt von einer Zusammenkunft nach Kriegsende, während der der Soldat versucht, das Madchen zu einem Treffen zum Tanzen zu überreden. "Aber Du darfst mich nicht nach Hause begleiten, damit die Nachbarn nicht sehen, dass ich mit einem Ami aus war", sagt das Mädchen. Aber beide verlieben sich ineinander und fragen nicht mehr danach, was die Leute sagen.

Zum Schluss verlas Helen Hartnagel den "Brief eines drei Wochen alten Enkelkindes an seine Großeltern" in englischer Sprache: "Letter to Helen and Hans from Anton". Nicht alle der deutschen Zuhörer konnten diesem Vortrag in allen Einzelheiten folgen, wohl aber wurden die netten Pointen, auch bedingt durch Helen Hartnagels gestenreichen Vortrag, verstanden.

Nach etwa drei Stunden war die Lesung beendet. Helen Hartnagel bedankte sich bei den begeisterten Besuchern für ihr Interesse, wünschte einen guten Nachhauseweg, und wies darauf hin, dass auch in den zukünftigen Veranstaltungen des Anglo-Deutsch-Clubs Gäste herzlich willkommen seien.“


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