Kulturnachrichten aus Ober-Ramstadt

Gedenkfeier – Grabkreuz Lichtenbergs eingeweiht

Von Peter Denker, Freier Autor aus Ober-Ramstadt

Am Mittwoch (24. Februar) wurde neben dem Ober-Ramstädter Museum eine neu gestaltete Anlage sowie das Grabkreuz des Physikers und Schriftstellers Georg Christoph Lichtenberg eingeweiht. Dazu erreichte uns dieser Artikel unseres Lesers Peter Denker:

Mit Bedacht gewählt war der 24. Februar 2010, um des „größten Sohnes dieser Stadt“ zu gedenken, wie Georg Christoph Lichtenberg von Bürgermeister Schuchmann jetzt genannt wurde. Es war der Todestag, der sich im Jubiläumsjahr der Stadt Ober-Ramstadt zum 211-ten Mal jährte.


Vor der Kirchhofmauer freuten sich rund 40 Gäste auf die Einweihung.


Mit Bedacht gewählt war auch der Ort für diese Gedenkfeier. Sie fand am Platz vor dem Alten Rathaus statt, dem heutigen Museum neben dem südwestlichen Zugang zu Friedhof und Kirche in Sichtweite des Pfarrhauses, dem Elternhaus Lichtenbergs. An diesem Platz, der „Pfarrer-von-Wachter-Ruhe“, befinden sich seit langem einige bedeutende Grabmäler und Gedenktafeln. Einen passenderen Ort für das nun dort aufgestellte Grabkreuz Lichtenbergs kann man sich in seiner Vaterstadt kaum vorstellen. Das kürzlich auf  dem Hof eines Steinmetzbetriebes in Göttingen wiederentdeckte, auf dem Bartholomäusfriedhof zwischenzeitlich durch ein Replikat ersetzte steinerne Grabkreuz erinnert nun hier an den 1742 in Ober-Ramstadt geborenen und 1799 in Göttingen verstorbenen und begrabenen Physiker, Philosophen und Schriftsteller.

Das jetzt feierlich zu begehen, versammelten sich an diesem Nachmittag etwa 40 Personen, darunter neben dem Bürgermeister auch Vertreter des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung, der Leiter des Vereins für Heimatgeschichte Kay Saamer, der Geschäftsführer der Lichtenberg-Gesellschaft Klaus Hübner sowie deren Beiratsmitglied und Leiterin der hiesigen Lichtenbergsammlung im Museum Martel Döring.


Des „größten Sohnes Ober-Ramstadts“ gedachten (von links nach rechts): Bürgermeister Werner Schuchmann, Kay Saamer, Martel Döring und Klaus Hübner.


Herrn Hübner kommt das Verdienst zu, dass er den Fund entdeckt und seine Schenkung ermöglicht hat. Als Förderer des Projekts waren auch zugegen, die Arbeit und Geld dafür gespendet haben. Das Grabkreuz musste dringend restauriert und konserviert werden. Das besorgte fachgerecht und möglichst schonend der in Frankfurt tätige Bildhauer und Konservator Eberhard F. Gutberlet. Die Sparkasse Darmstadt übernahm die dafür aufzuwendenden Kosten als Spende. Herr Heuser, deren Leiter, ließ es sich nicht nehmen, bei dieser Feier auch zugegen zu sein.

Einen passenden Sockel für das Kreuz fertigte die Firma Heß – Grabmalgestaltung. Der Gartenbaubetrieb von Georg Diehl hatte die Herrichtung des Platzes für das Kreuz mit Terrasse und Trockenmauern ausgeführt und gespendet. Dabei hat ihn der städtische Bauhof unter Leitung von Willi Rodenhäuser unterstützt.

„Ein Gemeinschaftswerk, auf das alle daran Mitwirkenden stolz sein dürfen“, lobte der Bürgermeister das Gelingen dieses Vorhabens, das „beispielhaft für den Bürgersinn ist, der besonders in für die Stadt wirtschaftlich sehr schwierigen Zeiten unverzichtbar ist“.

Anlässlich des 100. Geburtstags von Lichtenberg war schon eine Gedenktafel an seinem Vaterhaus angebracht worden, die auch an das später dort neu errichtete Pfarrhaus übernommen wurde. Seit langem hat der Verein für Heimatgeschichte Lichtenberg eine eindrucksvolle Sammlung im Museum gewidmet. Nun äußerte sich dessen Vorsitzender Kay Saamer erfreut, dass man mit diesem Grabkreuz Lichtenberg nun endlich auch ein augenfälliges Denkmal am rechten Platz errichtet habe.


Zum Abschluss lud Martel Döring alle zum Flannerts (Beerdigungskaffee) ein.


Namens des Vereins für Heimatgeschichte lud Martel Döring an- und abschließend zum „Flannerts“ (Beerdigungskaffee) in die Lichtenbergschänke ein, wo eine Büste des heute Geehrten aus einer Nische freundlich auf die Gäste des Lokals herabblickt.

Die Lichtenbergbüste grüßt die Gäste in der Lichtenbergschänke.


Fotos und Text Peter Denker









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