Soziales in Ober-Ramstadt

Wege zur klimafreundlichen & gesunden Lebensweise

Vortrag bot Tipps, wie man zum Klimaschutz und eigener Gesundheit beitragen kann

Eigener Bericht

Man stelle sich einen schön gedeckten Tisch im Restaurant vor: Vor einem liegt ein saftiges Rindersteak auf dem Teller, der Andere isst vielleicht eine Hähnchenpfanne. Und zum Nachtisch gibt es leckere Erdbeeren mit frischer Sahne. Auf dem Tisch sorgt noch ein wunderschönes Blumengesteck für die gute Atmosphäre.

Bereits an einem solchen Beispiel sieht man, welche Auswirkungen die Ernährung auf Weltklima und Gesundheit haben kann. Über entsprechende Zusammenhänge gab es am Donnerstag (12.5.2011) im gut besuchten Scheunensaal der Hammermühle in Ober-Ramstadt einen Vortrag. Maren Müller-Sievers und Dr. Klaus Müller-Sievers sprachen über „Wege zur klimafreundlichen und gesunden Lebensweise“. Die Referenten gaben auch Anregungen zur Vorbeugung gegen Zivilisationskrankheiten.

Die Referenten führen eine Beratungspraxis in Mühltal-Trautheim. Eingeladen zum Vortrag hatte der Verein Lichtblick aus Ober-Ramstadt.



Maren Müller-Sievers begrüßte die Zuhörer.


Die Referenten erläuterten den Zusammenhang zwischen Massentierhaltung, Treibhauseffekt, aggressiver Landnahme, Eiweißspeicherkrankheiten und Schadstoffen in Lebensmitteln

Was hat nun ein Rindersteak mit dem Weltklima zu tun? Vor allem der rasante Anstieg an Massentierhaltung, insbesondere die Rinderzucht (Rinder stoßen Methan aus), trägt maßgeblich zur Steigerung des Treibhauseffekts bei. Dieser führt zur Erderwärmung, zu Dürrekatastrophen und Überschwemmungen sowie zum Artensterben. Zudem sorgen billige Fleischexporte aus Europa in die Dritte Welt dort für Verarmung, wie die Referenten erklärten.

Ein Problem ist im Rahmen der Massentierhaltung auch die Hühnerzucht. Diese ist weltweit rasant gestiegen. 1960 wurden 3 Milliarden Hühner geschlachtet, im Jahre 2010 waren es bereits 43 Milliarden. Hühner werden zumeist mit Soja gefüttert. Um dieses anzubauen, werden – vor allem in Südamerika – massiv Urwälder gerodet und Soja angepflanzt.

Zahlreiche Staaten, allen voran Südkorea, China und Saudi Arabien, betreiben zudem intensive Landnahme, um Tierfutter anzubauen. Das bedeutet: Diese Länder kaufen in anderen Staaten Land auf, um dort Soja und Getreide als Futter für die Massentierhaltung anzupflanzen.

Ebenfalls für die Steigerung des Treibhauseffektes sind Flugzeuge mit ihrem CO2-Ausstoß verantwortlich. Üblich ist es heutzutage, dass z. B. Blumen aus Kenia oder Thailand nach Deutschland geflogen werden. Oder beispielsweise Erdbeeren aus Südafrika, wenn in Deutschland noch keine Saison dafür ist.

(Der Treibhauseffekt wird – neben der Nahrungsmittelproduktion –  ebenfalls massiv gesteigert durch den Energieverbrauch im Haus und bei der Heizung sowie durch Verkehrsmittel wie Flugzeug oder Auto.)

Die Massentierhaltung sowie die zunehmende Ernährung auf der Grundlage von Fleischprodukten trägt jedoch nicht nur zur Erderwärmung bei. Sondern zu viel tierische Eiweiße können zu den so genannten Eiweißspeicherkrankheiten und Zivilisationskrankheiten führen: Parodontose, Karies, Rheuma, Übergewicht, Darmerkrankungen, Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen, Alterdiabetes, Allergien, möglicherweise auch Alzheimer und viele Krebserkrankungen können mit einer falschen Ernährung zu tun haben.

Durch die Massenproduktion in der Tierhaltung sowie im Pflanzenanbau ist der Mensch zusätzlich konfrontiert mit Schadstoffen: Pestizide, Fungizide, Dünger, Nitrat im Getreide, Cadmium im Fleisch und in Muscheln sowie Hormone in der Tiermast.



Abwechselnd sprachen Maren Müller-Sievers und Dr. Klaus Müller-Sievers. Mit einer Präsentation wurden die Aussagen verdeutlicht.

Referenten erklärten die Zusammenhänge ausführlich

In ihrem Vortrag gaben die Referenten ausführliche Hintergrundinformationen zum Zusammenspiel zwischen Treibhauseffekt, Hunger in der Dritten Welt und Zivilisationskrankheiten in Deutschland.

Was kann der Einzelne beitragen zum Klimaschutz und zur Gesundheit?
Empfehlungen wurden ausgesprochen

Die Referenten gaben folgende Anregungen, wie jeder ein bisschen anders leben kann, um zum Klimaschutz und zur eigenen Gesundheit beizutragen.

- Lebensmittel regional und saisonal einkaufen

Beim Einkauf sollte darauf geachtet werden, dass die Produkte am besten nicht mit dem Flugzeug transportiert werden. Auch gab es die Empfehlung, möglichst viel zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erledigen und das Auto auch mal stehen zu lassen.

- Energie sparend leben, wo es möglich ist

Nicht immer müssen Elektrogeräte genutzt werden oder das ganze Haus hell erleuchtet sein.

- Weniger tierische Produkte essen oder trinken

Die Referenten empfahlen, den Verbrauch an Fleisch etwas zu verringern, evtl. auch Milch, Käse etc. Und wenn es machbar ist, sollten Bio-Produkte gekauft werden.

- Den Umgang mit nicht immer notwendigen Konsumartikeln, wie Spielzeug, überdenken

Auch hier gilt: Weniger ist mehr.

Zum Abschluss wurde noch ein Gedicht von Eugen Roth vorgetragen:

Dass es nicht komme erst zum Knackse,
erfand der Arzt die Prophylaxe.
Doch lieber beugt der Mensch, der Tor,
sich vor der Krankheit als hiervor.

Die Zuhörer spendeten großen Beifall für den Vortrag. Eine Diskussion über das Gehörte schloss sich an.

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