Kulturnachrichten aus Ober-Ramstadt

Ober-Ramstadt wird Stadt - Ausstellungseröffnung

Vorträge im Prälat-Diehl-Haus - Eigener Bericht

Am 22. Juli 1310 verlieh König Heinrich der VII. dem Grafen Eberhard von Katzenellenbogen das Stadtrecht für dessen Dorf Ober-Ramstadt. „An diesem Tag dürfte Eberhard das eine oder andere Gläschen Wein geleert haben“, so Dr. Matthias Rohde im Prälat-Diehl-Haus. Dort wurde am Sonntag (7. Februar) die  Ausstellung des Museums zum Thema „Ober-Ramstadt unter der Herrschaft von Katzenelnbogen – die Erhebung zur Stadt 1310“ eröffnet. Vor rund 130 Gästen sorgte Minnesänger Knud Seckel aus Alsbach mit mittelalterlichen Weisen für den musikalischen Einstieg. Anschließend begrüßte Bürgermeister Werner Schuchmann die Zuhörer und wünschte ihnen einen wunderschönen Nachmittag.

Minnesänger Knud Seckel besang die Heldentaten Eberhards.

 


Bild: Bürgermeister Werner Schuchmann hielt die Eröffnungsrede im Prälat-Diehl-Haus. Er freute sich sehr über das große Interesse.


Verleihung der Stadtrechte auf dem Höhepunkt von Eberhards Karriere

Nach der Eröffnungsrede führten Otto Weber und Dr. Matthias Rohde, beide haben das Konzept für die Ausstellung im Ober-Ramstädter Museum erarbeitet, in das Thema ein: Graf Eberhard von Katzenellenbogen erhielt das Stadtrecht für Ober-Ramstadt als Anerkennung seiner Tätigkeit. War er doch erfolgreicher Ratgeber von immerhin vier deutschen Königen. Das Stadtrecht half ihm, seine Besitzansprüche im vorderen Odenwald zu sichern und auszubauen.


Bild: Otto Weber stellte das Ausstellungskonzept vor. Er sprang kurzfristig ein für den erkrankten Vorsitzenden des Vereins für Heimatgeschichte, Kay Saamer.

Zum Zeitpunkt der Stadtgründung war Ober-Ramstadt ein Dorf mit etwa 500 Einwohnern. Trotz der Verleihung der Stadtrechte entwickelte sich Ober-Ramstadt im späten Mittelalter aber zu keiner vollständigen Stadt, so Matthias Rhode vom Verein für Heimatgeschiche. Dennoch verfügte Ober-Ramstadt über drei Merkmale, die für die mittelalterliche Stadt ausschlaggebend waren: Ober-Ramstadt besaß eine Befestigungsanlage, eine eigene Gerichtsbarkeit und Marktrechte, um einen Wochenmarkt als Handelsplatz einzurichten.

Vom Dorfbewohner zum Städter – was veränderte sich für die Bewohner Ober-Ramstadts?

Für die Bauern – und Ober-Ramstadt war landwirtschaftlich geprägt – veränderte sich eher nichts. „Die Freudenschreie der Bauern blieben deshalb wohl eher aus, als die Stadtrechte verliehen wurden“, so Matthias Rhode. Um das Jahr 1310 herum gab es große Sorgen. Einige Jahre hintereinander waren die Winter besonders kalt, die Sommer nass und die Ernten fielen aus. Entsprechend stiegen die Getreidepreise. Um 1348 folgte die Pest. Die Lebensbedingungen und die Voraussetzungen für die Stadtentwicklung waren deshalb eher schwierig. Und doch konnte sich Ober-Ramstadt immerhin „Stadt“ nennen.


Bild: Dr. Matthias Rhode erklärte, wie die Ober-Ramstädter zur Zeit der Verleihung der Stadtrechte lebten.


Nach der Eröffnungsveranstaltung ging es ins Museum


Bild: Zahlreiche Besucher strömten direkt vom Prälat-Diehl-Haus in die neue Ausstellung des Museums.


Im Museum werden Ausstellungsstücke gezeigt, die Auskunft zum Leben in Ober-Ramstadt im 14. und 15. Jahrhundert geben.


Bild: Graf Eberhard von Katzenellenbogen begrüßt die Besucher im Museum fast in Lebensgröße.


Die Ausstellung "Ober-Ramstadt unter der Herrschaft von Katzenelnbogen" ist im Museum bis Ende Mai zu sehen: sonntags von 14:30 bis 17:30 Uhr.



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