Kirche in Ober-Ramstadt

Spannendes Konzert in der Evangelischen Kirche zur Farbe „Weiß“

Trompeten-Concerto von Vivaldi zur Eröffnung – Black and White von Mankel als Abschluss

Eigener Bericht

„Es werde Licht“: Am Sonntag (24.) gab es in der evangelischen Kirche Ober-Ramstadt ein ganz außergewöhnliches Konzert zum Thema „Liturgische Farben in der Kirche“. Das Konzert gehört zu einer Reihe von insgesamt drei Veranstaltungen. Kantorin Gerlinde Fricke ließ es sich deshalb auch nicht nehmen, am Ende den Zuhörern zuzurufen: „Gehen Sie vorsichtig bei diesem Schnee nach Hause. Damit Sie auch gesund zum nächsten Konzert wiederkommen können“. An diesem ersten Sonntag ging es um die Farbe „Weiß“. Kirchenmusikerin Gerlinde Fricke, der Posaunenchor, Solisten und Pfarrer Ernst-Werner Knöß machten das Weiß hörbar, das auch als Farbe des Lichtes angesehen wird.

Zwei Solo-Trompeter und Gerlinde Fricke eröffnen das Konzert

In der sehr gut besetzten Kirche wurden die Zuhörer temperamentvoll auf das Konzert eingestimmt. Zur Begrüßung gab es das strahlende Allegro aus dem Trompeten-Concerto in C-Dur für zwei Trompeten und Orgel von Antonio Vivaldi. An der Orgel begleitete Kirchenmusikerin Gerlinde Fricke, die beiden Solo-Trompeter waren Christoph und Helmut Fladda.

Bild: Beide Solo-Trompeter vor der Orgel im Hintergrund.

Pfarrer Ernst-Werner Knöß begrüßt die Zuhörer/innen

Nach der musikalischen Eröffnung lud Pfarrer Ernst-Werner Knöß die Zuhörer/innen ein: „Lassen Sie sich verzaubern auf einer Reise durch die Welt der Farben und ihrer Bedeutung“. Ernst-Werner Knöß begann seine Einführung zu den Farben ganz plastisch mit dem Hinweis auf die bekannten Toiletten-Symbole für Männer und Frauen: „Wenn Sie solche Schilder sehen, wissen Sie, wo Sie hin müssen“.

Rot wie das Feuer

In der Kirche zeigen die Farben an, welche Bedeutung ein kirchliches Fest hat. Rot steht z. B. für Feuer und Blut und wird unter anderem an Pfingsten in der Kirche eingesetzt. In Afrika hingegen gilt Rot als Farbe des Lebens. Ernst-Werner Knöß gab während des Konzertes eine kurzweilige Einführung in die kirchliche Bedeutung von rot, gelb, violett, grün und orange. Vertieft durch Hinweise, was diese Farben in anderen Kulturen aussagen – oft etwas völlig anderes als in Europa.

Schwarz und weiß

Die Farbe Weiß schließlich war in den christlichen Kirchen die erste Farbe, die eine liturgische Bedeutung errang. Um 1200 wurde Weiß vom damaligen Papst als liturgische Farbe festgelegt. Etwa 300 Jahre später kamen noch violett, rot, grün und schwarz hinzu.

Chaos und Licht

Schwarz und weiß wurden immer im Kontrast gesehen: Schwarz als Ausdruck des Chaos, der Trauer. Weiß im Gegensatz dazu als Farbe des Lichts, des Glaubens, der Klugheit, der Wissenschaft und der Genauigkeit. „Und weil man so viel Eigenschaften als Mensch schlecht umsetzen kann, hat man Weiß dem Göttlichem zugeschrieben“, so Ernst-Werner Knöß.

Weiß ist deshalb die Farbe der Christusfeiertage: an Ostern, dem ältesten christlichen Fest, am ersten Sonntag der Trinitatis-Zeit, am 21. Juni (Johannis-Tag), 29. September (Michaelis-Tag), Ewigkeitssonntag, Weihnachten und an Epiphanias (6. Januar, zweitältestes christliches Fest),

Black und White zum Abschluss – und großen Applaus

Zwischen den Erklärungen von Ernst-Werner Knöß spielte der Posaunenchor unter Leitung von Gerlinde Fricke alte und neue Bläser-Musik: von Traugott Fünfgeld, Samuel Scheidt, Joseph Haydn, die Pop-Fanfare von Michael Schütz und zum Abschluss Black and White von Eric Mankel. Die Zuhörer spendeten lebhaft Beifall. Gemeinsam wurde zum Abschluss mit der Gemeinde das Lied „Hinunter ist der Sonne Schein“ gesungen.

Hier sind die Termine für die beiden weiteren Konzerte aus der Reihe „Liturgische Farben in der Kirche“:

Am Sonntag, 14. März 2010, geht es um die Farbe „Violett“. Es spielt der Flötenkreis.

Am Sonntag, 14. November 2010, geht es um die Farbe „Grün“. Es spielen die „Stadtstreicher“.

Alle drei Konzerte (inkl. dem Weiß-Konzert) werden in Zusammenarbeit mit der Stadt Ober-Ramstadt, der Stadt der Farben, aufgeführt.

Bild: Der Posaunenchor unter Leitung von Gerlinde Fricke.

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