Politiknachrichten aus Ober-Ramstadt

Neujahrsempfang der CDU

Gastredner spricht über Ehrenamt: immer weniger „Lastesel“. Spende an Ev. Kirche Rohrbach für Dachsanierung

Eigener Bericht

Vereine stehen heute vor einem großen Umbruch. Viele Menschen engagieren sich dort nicht mehr dauerhaft, sondern nur noch zeitweise und lediglich für bestimmte Projekte. „Die Leute lösen 10-er Karten, keine Dauerkarten mehr“, so Stephan Würz, Geschäftsführer der Landesehrenamtsagentur des Landes Hessen.

Stephan Würz hielt als Gastredner die Neujahrsansprache auf dem Neujahrsempfang (16.1.2011) der CDU zum Thema Ehrenamt. Doch zuerst begrüßte Wolfgang Rausch, Vorsitzender der CDU Ober-Ramstadt, die Gäste im voll besetzten Scheunensaal der Hammermühle.

Wolfgang Rausch, Vorsitzender der CDU Ober-Ramstadt, eröffnete den Neujahrsempfang.

Wolfgang Rausch hieß alle aufs Herzlichste willkommen. Unter den Gästen waren auch Landtagsabgeordnete Karin Wolff (CDU), die Mühltaler Bürgermeisterin Dr. Astrid Mannes (CDU), Mitglieder des Ober-Ramstädter Magistrats, Vertreter von Kirchen sowie zahlreichen Vereinen.

„Es sind sehr viele Vertreter von Vereinen da. Darüber freue ich mich ganz besonders“, so Wolfgang Rausch. Ohne Ehrenamt und Vereine wäre die Gesellschaft um einiges ärmer, meinte Rausch.

In seiner Ansprache wünschte Rausch dann Zufriedenheit für das Jahr 2011. Es sei noch gar nicht so lange her, dass viele Menschen mit Angst an die Zukunft gedacht haben. Zur Zufriedenheit habe wesentlich die Union während der Zeit der Wirtschaftskrise beigetragen, führte Rausch aus. Wobei Erfolg viele Väter habe.

Speziell für Ober-Ramstadt erklärte er, welche Themen für die CDU wichtig seien: Bildung, soziale Themen, überwachen, dass der Schuldenberg nicht zu hoch werde sowie Themen rund um Energieverbrauch und Energieversorgung.

Rausch rief dazu auf, die Union bei der Wahl zu unterstützen. Doch der Neujahrsempfang solle nicht nur Wahlkampf beinhalten. Die meisten seien ehrenamtlich politisch tätig. Mit dieser Anmerkung leitete Wolfgang Rausch über zum Vortrag des Gastredners Stephan Würz.


Stephan Würz, Geschäftsführer der Landesehrenamtsagentur des Landes Hessen, beim Neujahrsempfang.

„Im Bereich des Ehrenamtes tut sich was“, so begann Stephan Würz seinen Vortrag. Zum Teil ist das Ehrenamt rückläufig, wie z. B. beim Engagement für die Feuerwehr. Zum Teil wird es stärker, wie bei der Hospizbewegung oder der Tafel, an der Bedürftige verköstigt werden. Diese Entwicklungen seien die zwei Seiten einer Medaille, erklärte Würz. Er zeigte auf, welche „Menschen-Typen“ heute im Verein bzw. ehrenamtlich tätig seien. Für Vereine sei es wichtig, dies zu berücksichtigen.

Der Lastesel: Es gebe immer weniger davon. Und die wenigen müssten dann immer mehr Aufgaben schultern. Es würde immer schwieriger, für diese „Lastesel“ Nachfolger zu finden, da deren Fußstapfen sehr groß seien und viele Menschen nicht in der Lage wären, sich so viele Aufgaben aufzubürden.

Die Senioren-Boomer: Es gebe einen stetigen Zuwachs von ehrenamtlichen Mitarbeitern im Seniorenalter. Diese suchen nach einer sinnvollen Tätigkeit, die das Leben bereichere. Die 60-jährigen seien also durchaus „Nachwuchskräfte“ für den Verein.

Die Ego-Taktiker: Sie stehen für einen Motivwandel in der ehrenamtlichen Tätigkeit. Diese Menschen engagieren sich durchaus, überlegen aber genau, wo sie mitmachen und ob das persönlich für sie von Nutzen ist. Die Ego-Taktiker sind oft nicht ein Leben lang in der gleichen Organisation, sondern sie wechseln – je nachdem, was gerade zu ihrer Lebenslage passt. So engagieren sie sich z. B. für Kindergartenkinder, für Schulkinder, später für den Sportverein etc.

Dieses zeitweilige Engagement sei schwierig für einige der Vereine, wie die Feuerwehren. Dort gebe es eine intensive Ausbildung, Übungen und Fortbildungen. Dadurch sind die Feuerwehren auf langfristig tätige Mitglieder angewiesen.

Die mobilen Bürger: Immer mehr Menschen leben nicht mehr dort, wo sie geboren wurden. Die traditionellen Bindungen lassen nach.

Durch diese neuen Entwicklungen wird die Vereinstätigkeit heute geprägt. Die Vereine müssen sich darauf einstellen.

Die Landesehrenamtsagentur habe die Aufgabe, den Spagat zu schaffen: bewährte Formen des Ehrenamtes zu unterstützen und Neues zu fördern. Auch die Europäische Union habe die Bedeutung des Ehrenamtes erkannt. Das Jahr 2011 wurde deshalb zum „Jahr der Freiwilligentätigkeit“ ausgerufen.


Pfarrer Christoph Lubotta (links) freute sich über den Scheck zur Renovierung des Kirchendaches.

Zum Abschluss des Neujahrempfangs überreichte Wolfgang Rausch eine Spende über 200 Euro an Pfarrer Christoph Lubotta von der Waldensergemeinde in Rohrbach. Die Spende ist ein Teil des Erlöses vom letzten Weihnachtsmarkt. Mit der Spende soll zur Dachrenovierung der Kirche beigetragen werden.

Pfarrer Lubotta bedankte sich herzlich. Es sei für viele in Rohrbach wirklich ein Schmerz, dass die Kirche im Moment nicht genutzt werden könne. Allein, dass die Glocken schon so lange nicht mehr läuten, sei schmerzhaft. Doch das Dachgebälk stehe inzwischen, so Lubotta, der Turm fehle noch. „Vielen Dank, dass Sie uns unterstützen und dass es für Sie eine so leichte Entscheidung war. Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Jahr 2011.“


 Andreas Stein untermalte den Neujahrsempfang musikalisch.

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